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Migradonna 2015

Preis geht an Nazmiye Uzunel

„Wir lassen uns doch die Migradonna nicht nehmen“, erklärte Gaby Schäfer, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen auf die Ankündigung der Migradonna-Erfinderin Venetia Harontzas, den Stab für die künftigen Preisverleihungen des Ehrenamtspreises für Frauen in der Integrationsarbeit in andere Hände abgeben zu wollen.
Doch zuvor konzentrierte man sich ganz auf die aktuelle Migradonna-Preisträgerin, die mit Nazmiye Uzunel bestens besetzt war. Die 32-jährige Krankenpflegerin, die seit vielen Jahren im Lalok Libre ehrenamtlich tätig ist, bringt im Familientreff des Lalok Libre im Rahmen des Städtischen Handlungskonzepts „Zuwanderung im Rahmen der EU-Osterweiterung aus Bulgarien und Rumänien“ ihre freie Zeit und Arbeitskraft ein, um den Neuzuwandererfamilien in der ersten Zeit hier in Gelsenkirchen beim Zurechtfinden zu helfen. „Sie ist eine tragende Stütze im Alltagsgeschäft der Einrichtung“, erzählte Venetia Harontzas. Nazmiye Uzunel, selbst schon als Kind im Lalok Libre als Türkischstämmige von kulturellen und integrationspädagogischen Projekten und Maßnahmen profitierend, gibt tagtäglich mit Freude und Engagement ihre Erfahrung und ihr Wissen um die Probleme dieser Menschen weiter. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet“, freute sich die junge Frau, die den Preis aus den Händen der Bürgermeisterin Martina Rudowitz entgegennahm und ergänzte: „Ich freue mich, wenn ich etwas von dem, was ich selber im Lalok Libre erfahren durfte, an die neuen Menschen in der Stadt weitergeben kann.“

Venetia Harontzas, die seit 2008 mit dem Internationalen Frauencafé des Lalok Libre in Kooperation mit dem Leiter des Kommunalen Integrationszentrums (KIGE) der Stadt Gelsenkirchen und dem Kulturraum „die flora“ ehrenamtlich tätige Frauen, die sich in der Integrationsarbeit verdient gemacht haben, mit der Verleihung der Migradonna auszeichnet, sieht nun den rechten Zeitpunkt gekommen, das Zepter aus der Hand zu geben. „Ich habe einfach zu viel anderes zu tun“, begründete die umtriebige Lenkerin des Lalok Libre ihre Entscheidung.

Einen besonderen Dank richtete Venetia Harontzas an alle Unterstützer der Veranstaltung und übergab mit unverkennbarem Humor einen „Staubfänger“, einen kleinen Ehrenpreis an die Frauenbeauftragte Gaby Schäfer, Stephanie Olbering von der Sparkasse Gelsenkirchen, die von Anbeginn die Migradonna finanziell unterstützte, Wiltrud Apfeld vom Kulturraum „die flora“, Jesse Krauß, der nicht nur filmisch die Migradonnen begleitete , sondern auch viel in seiner Eigenschaft als Gestalter ehrenamtlich umsetzte, Manfred Fokkink von der KIGE und Kulturreferentin der Stadt Gelsenkirchen, Claudia Keuchel. „Ohne diese Unterstützung hätten wir das so nie machen können“, so Venetia Harontzas.


Auch das korrespondierende Rahmenprogramm entführte die Gäste durch einen filmischen Rückblick auf alle bisherigen Migradonna-Verleihungen und ehrte somit in der Rückschau die früheren Preisträgerinnen. Gaby Schäfer erinnerte bewegend an eine in der Stadt Gelsenkirchen besonders geschätzte und aktive Frau. Doris Tachojanni, Preisträgerin 2009, verstarb nur wenige Tage vor der diesjährigen Verleihung. „Doris, wir denken an Dich und wissen, dass Du bei uns bist.“

Doch trotz dieses traurigen Moments wurde auch dieses Mal die Migradonna ihrem außergewöhnlichen und unprätentiösen Ruf gerecht. Mit dem Bühnenprogramm aus unterhaltsamer Rede, rassigem Flamencotanz, einer eindringlich Ballade von Rosalia Harontzas und Gitarristen Andronik Yegiazaryan, fegte zu guter Letzt der Gipsyvagabund Rafael de Alcala die Stühle leer; es wurde auf jedem freien Plätzchen in der flora getanzt, geklatscht und ausgelassen gesungen.


Migradonna 2014

Oya Erken-Biesle geehrt

Mit Oya Erken-Biesle fand der Preis für Frauen, die sich ehrenamtlich in der Integrationsarbeit starken machen, eine würdige Preisträgerin. Geehrt wurde sie für ihren Einsatz als Mitglied des Deutsch-Türkischen Freundeskreises. „Ihr hättet mir doch etwas sagen können“, beschwert sich Oya Erken-Biesle lachend in ihrer improvisierten Dankesrede, nachdem sie den Preis von Oberbürgermeister Frank Baranowski überreicht bekommen hatte.
Die diesjährige Migradonnaverleihung im Kulturraum „die flora“ stand am Weltfrauentag ganz im Zeichen der EU-Osterweiterung. Mit dem Handlungskonzept der Stadt Gelsenkirchen, die mit Vereinen und Sozialverbänden ein enges Netz zur Integration der neuen Zuwanderer geknüpft hat, ist Gelsenkirchen gut vorbereitet auf die anstehende Aufgabe. Viele der Besucher kamen offensichtlich aus Bulgarien und Rumänien, und für die meisten wird es die erste Kulturveranstaltung in diesem Land gewesen sein. Auch das diente der Pflege der Willkommenskultur.


Gönül Aktürk bekam die Migradonna 2013

Generationenübergreifende Integration



Zum mittlerweile sechsten Mal wurde die Migradonna für ehrenamtliches Engagement im interkulturellen Miteinander verliehen. In diesem Jahr ging der Preis an Gönül Aktürk, die unter anderem an der Gründung der ersten türkischen Zwar-Gruppe in Gelsenkirchen beteiligt war. Der Preis ehrt Frauen, die sich um die Integration von der Basis aus verdient gemacht haben.

Und mit ihrer Entscheidung für die diesjährige Preisträgerin Gönül Aktürk haben die Initiatoren - das Internationale Frauencafé im Lalok Libre in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten, dem Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen und vielen weiteren Verbänden, Vereinen und Institutionen - ihre eigenen Vorgaben bestens erfüllt.

Gönül Aktürk, die den Preis aus den Händen der Bundestagskandidatin der Gelsenkirchener Grünen, Irene Mihalic, entgegennahm, kam 1971 nach Deutschland. Die examinierte Altenpflegerin leistet heute ehrenamtliche Hilfe auf breiter Ebene. Sie ist Anlaufstelle für viele Fragen des Alltags gerade von älteren Migrantinnen und Migranten, ist aber auch für neu in Deutschland angekommene Familien Brücke zur neuen Heimat mit ihren andersgelagerten Anforderungen.

Doch ist Integration von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte längst obligat, so ist die einbeziehende Arbeit mit älteren Migrantinnen und Migranten auf der sozialen Landkarte meist noch ein weißer Fleck. Denn diese Menschen, die zwar seit Jahrzehnten hier leben, aber nicht beispielsweise aufgrund von Schulpflicht automatisch in intensiveren Kontakt mit der Mehrheitsgesellschaft kommen, haben sich meist in ihrem eigenen kulturellen und familiären Umfeld eingerichtet.


Die Migradonna

Der Preis für starke Frauen

Die Migradonna wird einmal im Jahr vom GEMI e.V. und dem Internationale Frauencafé im Lalok vergeben. Vorgeschlagen werden können: Frauen die sich besonders stark gemacht haben, in der ehrenamtlichen Migrations- und Integrationsarbeit, z.B in

- Migranten-Selbsorganisationen
- Vereinen (z.B in Sportvereinen)
- Verbänden
- sonstigen Institutionen

Die Nominierung erfolgt durch eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Vertretern von GEMI, Presse, Institutionen, Stadt und Verbänden. Das Programm des Abends wird abgerundet durch eine kulturelle und kulinarische Reise rund um den Globus.

Migradonna wird unterstützt vom Integrationsbeaftragten der Stadt Gelsenkirchen und der Ehrenamtsagentur.

Siehe auch www.migradonna.de



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